ALTIS Humanomed Sportmedizin betreut ÖSV-Adler
Saisonstart:
ÖSV Skispringer und Trainer geben gemeinsam mit Experten der ALTIS Humanomed Sportmedizin Einblick in Trainingsmethoden und Therapien
Klagenfurt 19.10.2011: Wie bereiten sich die österreichischen Skispringer auf die bevorstehende Saison vor, wie trainieren Morgenstern, Koch und Co., wie kommen Spitzensportler nach Verletzungen wieder schnell auf die Beine? Im Rahmen eines Pressegesprächs zum Saisonauftakt gaben am Dienstag in Klagenfurt Trainer und Skispringer des ÖSV Teams gemeinsam mit Experten der ALTIS Humanomed Sportmedizin einen Einblick in Trainingsmethoden und Therapien und demonstrierten, wie professionelles Training mit sportmedizinischer Top-Betreuung abläuft.
ÖSV Rennsportleiter Ernst Vettori sprach gemeinsam mit Heinz Kuttin, Stützpunkttrainer ÖSV Süd, über die Ziele für die Saison 2011/2012.
Die für das Skispringen typischen Verletzungen, deren Vorbeugung und Therapie erläuterte Schulterexperte Univ.Doz. Dr. Georg Lajtai, medizinischer Leiter der ALTIS Humanomed Sportmedizin. Anschließend zeigten die Teammitglieder Thomas Morgenstern und Martin Koch vor versammelter Presse, wie sie trainieren, um wieder Spitzenleistungen bringen zu können.
Humanomed Privatklinik Maria Hilf: Stützpunkt für nordische Sportler
Für die Spitzensportler im Skispringen und in der nordischen Kombination ist die Humanomed Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt Anlaufstelle für Sporttherapie, Diagnostik und medizinische Therapie. Bereits seit 2003 werden die nordischen Athleten kontinuierlich von Univ.Doz. Dr. Georg Lajtai betreut: Andreas Goldberger war damals mit seiner Schulterverletzung von Dr. Lajtai erstmalig behandelt worden. Nach erfolgreicher Operation und Therapie setzte Goldberger das Training bei der ALTIS Humanomed Sportmedizin fort.
Vor allem zwischen den Bewerben nutzte Goldberger auch die Kompetenz von ALTIS für die Rehabilitation. Dieses erfolgreiche Konzept nahmen in Folge auch Thomas Morgenstern, Martin Koch, David Zauner, Lukas Klampfer und Tomaz Druml in Anspruch. Im Laufe der Jahre hat sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen Ärzten, Therapeuten und Sportlern entwickelt.
Koordinatives, individualisiertes Training
Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit des Teams von ALTIS mit den ÖSV Skispringern ist das individualisierte Training. Durch die gute Zusammenarbeit mit Trainer Heinz Kuttin ist es frühzeitig möglich, auf spezielle Probleme während der Skisprung Trainingsphase einzugehen und ein Gesamtkonzept zu entwickeln.
Darüber hinaus fordert die Saison unterschiedliche Trainings- und Therapieschwerpunkte: Die Verbesserung der Koordination und der Schnellkraft bilden den Schwerpunkt in der Vorbereitung, regenerative Therapieelemente sind während der Wettkampfsaison wichtig.
Skispringen ist eine koordinativ höchst anspruchsvolle Sportart. Ein Trainings-schwerpunkt ist daher die Steigerung der Koordinationsfähigkeit der unteren/oberen Extremitäten sowie des Stamms. Je besser die koordinativen Fähigkeiten des Springers sind, desto besser wird er seine Extremitäten beim Sprung kontrollieren und in der Luftphase bessere Stabilität und mehr Sicherheit erreichen.
Das Skisprungtraining muss auf die unterschiedlichen Anforderungen an den Körper des Sportlers abzielen. Anlaufposition, Absprung, Luftfahrt und Aufsprung entscheiden über die erzielte Weite. Für die Anlaufposition werden stabilisierende und isometrische Trainingseinheiten durchgeführt, die Beinachsen, Rumpf und das Zusammenspiel der funktionellen Ketten trainieren. 90% des Trainings widmen sich dem Absprung. Dabei werden statische, dynamische und reaktive Belastungen der Muskulatur trainiert. Ziel ist eine möglichst hohe symmetrische Kraftübertragung beim Absprung bei einer explosionsartigen Entwicklung der Sprungkraft.
In dieser Sprungphase wirken große Kräfte auf untere Extremitäten, Becken und Wirbelsäule der Sportler. Im Training werden diese Regionen gezielt gekräftigt, um dieser Belastung gewachsen zu sein.
Maximal- und Schnellkraft
Die beiden für den Skisprung nötigen Kraftarten, Maximal- und Schnellkraft, werden unterschiedlich trainiert. Um die Maximalkraft zu steigern wird während des Trainings eine hohe Belastung mit Hantelsprüngen oder Kniebeugen mit Gewichten erreicht. Diese Übungen werden mit wenigen Wiederholungen und langen Pausen durchgeführt. Um die Schnellkraft zu verbessern, werden Übungen schnell hintereinander mit wenig Gewicht ausgeführt.


