Werner Müller, der große "alte" Mann im Endurosport

Als der Kärntner Werner Müller im Jahre 2000 ins „Enduristenlager“ wechselte war es für den Kappler Motorsportprofi nichts anderes als ein Tapetenwechsel, oder anders gesagt eine neue Herausforderung. Was folgte, war eine für die Konkurrenz erdrückende Erfolgsserie. Sogar in der Enduro Weltmeisterschaft zeigte der Mann aus dem kleinen Kärntnerland groß auf. Dank KTM wurde der heute 43 Jährige vom Weltbesten Team (Farioli) aus Italien  betreut. Als Dank dafür gab es in der WM Endwertung (bester deutschsprachiger Pilot) Rang sechs. Absolut Top waren auch die insgesamt vier Europameisterschaftserfolge in der Enduro-Königsklasse über 500 ccm, welche auch durch die beiden von der OSK vergebnen Titel (Motorsportler des Jahres) in Österreich dementsprechende Anerkennung fanden.

10 Jahre lang schrieben Werner Müller und KTM eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Wenn es nach dem Geschmack der Konkurrenz geht sollte damit heuer Schluss sein, denn der  leidenschaftliche Profisportler aus dem Kärntnerischen Kappel wechselte zur spanischen Marke GASGAS. Eine Marke die speziell im Trialsport (mehrfacher Weltmeister) angesiedelt ist. Werner machte sie nun auch im Enduro-Sport in kurzer Zeit zur gefeierten Marke. Mit der EC 300 2-Takt zauberte er Generalimporteur BLM GASGAS in Bruck an der Mur nicht nur den allerersten Staatsmeistertitel, sondern auch den Gesamtsieg im Int. Alpe-Adria Enduro Cup 2010 in die Geschichtsbücher.

Die anfänglich von machen etwas „spanisch“ wirkende Kombination (Werner Müller und GASGAS) entwickelte sich zu einer noch nie da gewesenen Machtdemonstration. Werner Müller scheinbar im besten Enduristenalter (43) deklassierte die Mitbewerber nach belieben. 17 Wertungsläufe und eben so viele Siege stehen  derzeit (ÖM u. Int. Cup) am Konto. Vier könnten in den noch ausstehenden Rennen dazu kommen. Obwohl ich bereits in meiner 30! Rennsportsaison bin wird für mich das Gewinnen immer schöner, so Werner Müller der auch 2011 weitermacht. Im Int. Alpe-Adria Cup, Staatsmeisterschaft oder anderswo lässt der große „alte“ Mann im Endurosport aber noch offen.