Laktatbestimmung
Als wichtige Messgröße in der Leistungsdiagnostik hat sich das Laktat etabliert. Laktat, das Salz der Milchsäure, ist ein Stoffwechselprodukt des menschlichen Körpers, das bei körperlicher Arbeit entsteht. In Ruhe liegt die Milchsäurekonzentration im Blut bei 0,4 bis 1,5mmol/l, im Mittel bei 0,9mmol/l (abhängig von Ernährungsstatus, Trainingszustand, Vorbelastung, …). Je höher der körperliche Anstrengungsgrad, desto mehr Energie wird durch die anaerobe Verstoffwechselung von Kohlenhydraten erzeugt, was zu einem Anstieg der Laktatkonzentration bei gleichzeitigem Abfall des pH-Wertes („Übersäuerung“) führt. Bei starker Übersäuerung beginnen Enzyme ihre Tätigkeit einzustellen, somit muss die Belastung abgebrochen oder zumindest reduziert werden.
Entgegen weitläufig verbreiteter Meinung sind hohe Laktatkonzentrationen („Übersäuerung“) nicht der Auslöser für den Muskelkater! Muskuläre Überforderungen resultieren in kleinen Einrissen (Mikrotraumata) innerhalb der Muskulatur, was zu Entzündungsprozessen und Wassereinlagerungen und damit zu Schmerzen führt.


