Heilkraft des Moores

Bademedien mit fest-flüssiger Konsistenz wie Schlamme, Schlicke oder Moore spielen eine bedeutende Rolle im Bäderwesen. Die sogenannten schlammartigen Kurmittel wie z.B. Fango, Torf, Schlamm, Heilerde werden unter dem fachlichen Oberbegriff „Peloide“ (peloid = schlammähnlich) zusammengefasst. Schon seit langer Zeit wissen die Menschen um die Heilkraft des Moores, das vor allem wegen seiner Wärmespeicherkraft geschätzt wird. Da das Moor Temperaturen nur langsam abgibt, steigt die Körpertemperatur gleichmäßig langsam an. Das Immunsystem wird anhaltend gestärkt, die Selbstheilungskraft des Körpers wird angeregt.

Dabei ist die durch Moorpackungen oder Moorbäder zugeführte Wärme geeignet, durch die Lockerung der verspannten Muskeln die Folgen rheumatischer Erkrankungen verschiedenster Art, beispielsweise von Arthrosen, Wirbelsäulensyndromen oder auch nichtentzündlichen Sehnenmuskelrheumatismus, zu lindern und die überstrapazierten Sehnenansätze zu entlasten.