Menstruationsbeschwerden

In der ganzen Menschheitsgeschichte wurde die Menstruation der Frau als etwas Besonderes bewertet und in verschiedenster Form mystifiziert. Viele soziokulturelle Riten ranken sich um das sichtbare Zeichen der fruchtbaren Frau.

Auf der einen Seite eben die Fruchtbarkeit als höchstes Gut, welches für die Arterhaltung der Spezies Mensch verantwortlich ist. Auf der anderen Seite die Blutung als Zeichen der Unsauberkeit und Unreinheit, welche dazu führte, dass bei manchen Naturvölkern Frauen während der Menstruation sogar isoliert wurden.

Die Einstellung zur Menstruation hängt bei jungen Frauen meist von der überlieferten Meinung von Eltern und Großeltern ab. Sehr oft wurden Regelschmerzen als normal angesehen, sie sollten während der Menstruation selbstverständlich erduldet werden.

Diese althergebrachte Meinung wurde von modernen selbstbestimmten Frauen entmystifiziert. Sie wollen während der Menstruation nicht mehr leiden, können sich „Unpässlichkeit“ gar nicht leisten, da sie im Beruf und Alltag ihre Frau stehen müssen. Die Menstruation will als natürlicher, wenig belastender Vorgang erlebt werden, der nicht von Aktivitäten und Verpflichtungen abhält.

Beschwerden vom Frauenarzt abklären lassen

Treten Menstruationsbeschwerden schon bei den ersten Monatsblutungen auf, so sollte der Frauenarzt kontaktiert werden, um organische Veränderungen möglichst früh erkennen und behandeln zu können. Nur so kann Weiblichkeit und Sexualität in der Zukunft sorgenfrei erlebt werden.

Bei beschwerdefrei erlebter Menstruation junger Mädchen ist die Frauenarztkonsultation sonst erst beim ersten Partnerkontakt nötig. Dann nämlich ist die Untersuchung selbst gewollt und wird positiv besetzt. Neben der medizinischen Untersuchung können Fragen der Verhütung und Sexualität besprochen werden.

Organische Beschwerden früh erkennen

Menstruationsbeschwerden, die sich in der späten Geschlechtsreife entwickeln, können auf organische Veränderungen hinweisen (Myome, Endometriose, Entzündungen). Werden diese bei der frauenärztlichen Untersuchung und Diagnosestellung frühzeitig erkannt, kann ihnen oft medikamentös begegnet werden (Pille, Hormonspirale, Antihormone).

Operation

Bei größeren organischen Veränderungen hilft oftmals nur die Operation, die heute vornehmlich durch Knopflochchirurgie durchgeführt werden kann. Ist diese vonnöten, steht Ihnen für eine Beurteilung und eventuelle Operationsplanung die Gynäkologische Abteilung der Privatklinik Villach gerne zur Verfügung.

Kontakt und weitere Informationen

Prim. Dr. Othmar Kandolf & OA Dr. Klaus Unterrieder
Fachärzte für Gynäkologie
Privatklinik Villach

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