Rehabilitation nach Hüftendoprothese

Für ein optimales Operationsergebnis bedarf es neben einer präzisen präoperativen Planung und einer gewebsschonenden minimal-invasiven Operationstechnik auch einer adäquaten stadiengerechten physio-physikalischen Nachbehandlung unter ärztlicher Aufsicht. Nur so ist eine möglichst rasche Wiederherstellung der beeinträchtigten Körperfunktion gewährleistet.

Behandlung nach der OP

In der ersten Woche nach der Operation liegt der Schwerpunkt auf einer adäquaten medikamentösen und physikalischen Schmerztherapie und Thromboseprophylaxe sowie der Reduktion der Gewebsschädigung (Schwellung, Hämatom) mit verschiedenen therapeutischen Mitteln (u. a. manuelle Lymphdrainage, Elektrotherapie, Kryotherapie). Gleichzeitig ist es wichtig, den Kreislauf anzukurbeln und dem Abbau der Muskulatur durch isometrische Übungen, eventuell ergänzt durch Schwellstrombehandlungen, entgegenzuwirken.

Um zugleich lagerungsbedingte postoperative Komplikationen zu vermeiden, wird eine Frühmobilisation angestrebt. Dabei werden unter physiotherapeutischer Anleitung der richtige Transfer und das Gehen mit Stützkrücken erlernt und gleichzeitig wichtige Hinweise zur Sturz- und Luxationsprophylaxe vermittelt.

Durch all diese Maßnahmen soll die Angst des Patienten vor dem Aufstehen und Gehen abgebaut und das Vertrauen in das Implantat gestärkt werden.

Warum ist die Orthopädische Rehabilitation so wichtig?

Ab der 4. postoperativen Woche ist ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt sinnvoll und notwendig. Dieser muss von der Sozialversicherung nach Antragstellung für die Dauer von mindestens 21 Tagen genehmigt werden.

Aufgrund der relativ raschen Erholung durch die mittlerweile sehr gewebs- und insbesondere muskelschonenden Operationsmethoden (z. B. beim vorderen minimal-invasiven Hüftzugang) scheint ein Rehabilitationsaufenthalt für viele Patienten nicht mehr unbedingt nötig zu sein. Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch, dass eine stationäre Rehabilitation nach Implantation einer Hüftendoprothese äußerst wichtig ist, um eine umsichtige, effiziente und suffiziente Nachbehandlung durch perfekt geschulte Physiotherapeuten unter ärztlicher Anleitung zu gewährleisten.

Der Auftrag an die Rehabilitationsmedizin liegt nicht nur in der schnellen funktionellen Wiederherstellung des operierten Hüftgelenkes, sondern auch in der Sensibilisierung der Patienten zur weiteren Prävention, nämlich der Sekundärprävention. Das bedeutet, der pflegliche Umgang mit sich und dem Körper, um neuerliche Erkrankungen und Operationen möglichst zu vermeiden. Die Botschaft lautet also: Entschleunigung bei gleichzeitiger Aktivierung!

Für den Ablauf der Rehabilitation sind Informationen zur Art des Implantates sowie über die Operationsmethode notwendig. Diese Information der Chirurgen beinhaltet auch Hinweise und Vorschläge zur Belastungsfähigkeit sowie auf mögliche begleitende Erkrankungen oder Defizite.

Unterwassertherapie

Rehabilitation im Humanomed Zentrum Althofen

Im Humanomed Zentrum Althofen kümmert sich ein interdisziplinäres Team ab dem Eintritt bis zur Entlassung intensiv um die Patienten zur optimalen Versorgung. Damit sollen die hohen Ansprüche wie Schmerzlinderung, Funktionsverbesserung, vor allem aber die Entwicklung eines suffizienten Gangbildes und einer verbesserten Gehleistung, beschleunigt und auf hohem Niveau erreicht werden.

So erfolgt im Humanomed Zentrum Althofen beispielsweise die Gangschulung nach modernsten Methoden per Videoanalyseauswertung und Interpretation, sodass der Patient seinem körperlichen und funktionellen Zustand entsprechend die Bewegungs- und Belastungsabläufe individuell entwickeln kann.

Zudem profitiert der Patient von einer großen Auswahl an physikalischen Behandlungen zur Schmerzbekämpfung und Ödemreduktion, von stadiengerechten Therapieformen zur Verbesserung des Gleichgewichts und der Koordination sowie von Kraft, Ausdauer und Kondition.

Das Ziel ist es, unsere Patienten so gut zu trainieren und im Hinblick auf den Lebensstil zu schulen, dass der Alltag hinkünftig problemlos gemeistert werden kann und eine Reintegration in den beruflichen, sozialen und familiären Bereich wieder bestmöglich wird.

Damit wird auch der Auftrag der Sekundärprävention erfüllt.

Prim. Dr. Henry Puff, MBA
Ärztlicher Leiter
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

OA Dr. Christian Lorenz
Facharzt für Unfallchirurgie

Asthma

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