Ernährungsberatung

Mehr Lebensqualität durch Bewegung und Ernährung

Rund 600.000 Menschen leiden in Österreich an Diabetes mellitus. Wird die chronische Stoffwechselerkrankung nicht richtig behandelt, können schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Nierenversagen oder Amputationen entstehen. Die Stoffwechsel Rehabilitation hilft Betroffenen dabei mit der Erkrankung umzugehen und das Risiko für Folgeerkrankungen aktiv zu senken, um langfristig ihren Alltag gesund zu gestalten.

Vielfältige Gründe für eine Reha bei Diabetes

  • Schlecht eingestellter Diabetes
  • Neuein- bzw. Umstellung auf Insulin, z. B. bei drohender Verschlechterung bzw. bereits bestehenden diabetischen Folgeerkrankungen (diabetische Neuropathie, Retinopathie, Nephropathie sowie mikro- und makrovaskuläre Komplikationen)
  • Umstellung auf eine Pumpentherapie
  • Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
  • Notwendigkeit rascher und anhaltender Gewichtsreduktion (z. B. schwere orthopädische Probleme)
  • Akzeptanzprobleme/psychische Probleme (z. B. Depression im Zusammenhang mit diabetischen Folgeerkrankungen)

Voraussetzungen für eine Stoffwechsel-Reha

  • Diabetes mellitus Typ 1 bzw. Typ 2a (ohne Adipositas) und 2b (mit Adipositas) mit/ohne Komplikationen
  • Diabetes mellitus als Folge anderer Ursachen (z. B. Probleme der Bauchspeicheldrüse, Medikamente etc.)
  • Metabolisches Syndrom
  • Adipositas (BMI von 30 bis 39) mit zumindest einem zusätzlichen Risikofaktor
  • Morbide Adipositas (BMI 40 oder darüber)

Wie läuft eine Diabetes-Reha ab?

Je nachdem, ob jemand mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Diabetes mellitus Typ 2 eine Rehabilitation antritt, gibt es unterschiedliche Schwerpunkte in der Therapie.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 und insulinpflichtigen Diabetikern anderen Ursachen liegt das Hauptaugenmerk auf der Vermittlung von Informationen, die den Patienten das Leben mit der Erkrankung erleichtern können (Insulindosisanpassungen, Vermeidung von Unterzuckerungen/Hypo-Wahrnehmungstraining, Besprechung von aktuellen Blutzuckerwerten vor und nach dem Essen, Ermittlung des Insulinbedarfs vor, während und nach sportlicher Betätigung, Besprechungen von Basalraten-Profilen von Pumpenträgern, Spritztechnik- sowie BE-Schulungen etc.).

Typ-2-Diabetikern wird vor allem gezeigt, wie sie die Krankheitssymptome vermindern, ihre Blutzuckerwerte mithilfe von Bewegung und Ernährung, wenn notwendig, aber auch medikamentös unterstützt verbessern und den Diabetes eventuell sogar besiegen können.

Bewegung kann Wunder bewirken

Regelmäßige, moderate körperliche Betätigung verbessert die Blutzuckereinstellung; die Körperzellen reagieren sensibler auf Insulin. Aktivitäten wie Wandern, Walken, Wassergymnastik und Schwimmen sind ideal für Diabetiker. Diese stehen in der Reha regelmäßig auf

dem Programm. Die sportwissenschaftliche Durchführung von Herzfrequenz überwachter körperlicher Betätigung wie zum Beispiel Ergometertraining spielt bei Diabetikern ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Gewichtsreduktion und Steigerung der Herz-Kreislauf-Fitness. Die Betroffenen lernen, Sport und Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Eine Rehabilitation bildet damit einen guten Start für eine langfristige Lebensumstellung.

Unterwassertherapie

Gesunde Ernährung lernen

Die Schauküche mit Anleitung zum gesunden Kochen ist ein besonderes Augenmerk der Rehabilitation. Gemeinsam soll ein Bewusstsein entwickelt werden, was der Körper braucht und wie Speisen möglichst gesund zubereitet werden.

Erfahrungen mit anderen teilen

Ärzte, Diabetesberater, Diplomkrankenschwestern, Ernährungsberater und Psychologen informieren die Diabetes-Patienten über Wege, mit der Krankheit umzugehen, und was sie selbst dazu beitragen können, ein besseres Leben mit Diabetes zu führen. In Gruppengesprächen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über Erfahrungen mit der Erkrankung auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Solche Gespräche können positiv zur Motivation für eine Lebensstilveränderung beitragen. Durch das Gefühl, mit seinen gesundheitlichen Problemen nicht alleine zu sein, geht man schlussendlich auch psychisch gestärkter aus der Stoffwechsel-Reha.

Antrag & Ablauf

Ihr praktischer oder behandelnder Arzt stellt einen Antrag auf Stoffwechsel Rehabilitation bei der zuständigen Sozialversicherung (PVA, SVS, ÖGK).

Sie erhalten eine schriftliche Verständigung durch Ihren Kostenträger über die Bewilligung der medizinischen Rehabilitation.

In der Folge informiert Sie das Humanomed Zentrum Althofen über den Termin Ihrer Rehabilitation.

Kontakt und weitere Informationen

Prim. Dr. Caterina Kinsky-Sapetschnig
Fachärztin für Innere Medizin
Leiterin Stoffwechsel Rehabilitation
Humanomed Zentrum Althofen

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