Schilddrüsen-Chirurgie: Hightech pur

Die Schilddrüse ist ein kleines, hormonbildendes Organ. Erkrankungen der Schilddrüse bzw. Störungen in der Hormonproduktion sind oft nicht leicht zu erkennen, da sie sich unterschiedlich auswirken können.

Neben der Diagnostik der Schilddrüse hat sich insbesondere auch die chirurgische Technik von Schilddrüsenoperationen enorm weiterentwickelt. Die Notwendigkeit einer Schilddrüsen-Operation ergibt sich immer dann, wenn bei gutartigen Erkrankungen die konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt oder jeder auf Bösartigkeit verdächtige Befund.

Diagnostik mittels Nuklearmedizin

An der Nuklearmedizinischen Abteilung erfolgt die diagnostische Abklärung mittels Szintigraphie, Labor und hochauflösenden Ultraschall, wo bereits wenige Millimeter große Knoten dargestellt werden können. Wenn aufgrund des Ultraschallbildes (echoarm) und des Speicherverhaltens (kalter Knoten) Verdacht auf Bösartigkeit besteht, wird eine gezielte Feinnadelpunktion durchgeführt. Dieses Zellmaterial wird mikroskopisch untersucht und erlaubt mit hoher Sicherheit die Unterscheidung zwischen gutartigen und krebsverdächtigen Knoten. Im Falle einer gutartigen Knotenstruma wird dann operiert, wenn große Knoten vorliegen oder die Knoten trotz Hormonersatz weiterwachsen.

Operation

Bei verdächtigen Knoten besteht IMMER die Notwendigkeit einer operativen Abklärung.

Die Chirurgische Abteilung der Privatklinik Villach bietet dafür die modernste OP-Technik an und legt höchsten Wert auf Präzision, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen: der Eingriff erfolgt in Lupenbrillentechnik, um Stimmbandnerven (N. recurrens) und Nebenschilddrüsen sicher zu schonen. Durch den Einsatz einer speziellen Nerven-Stimulations-Sonde (Neuromonitoring) kann der Stimmbandnerv lokalisiert und damit sicher erhalten werden. Hightech Schneideinstrumente (Ligasure) ermöglichen bluttrockenes, und damit sicheres Operieren. Verdächtige Knoten werden intraoperativ durch den Pathologen untersucht (Gefrierschnitt), um die Diagnose sicherzustellen. In den meisten Karzinom-Fällen ist die komplette Schilddrüsen-Entfernung notwendig, in speziellen Fällen auch die Mitnahme von Lymphknoten.

Bei kleinen Tumoren unter 1 cm ist die alleinige Operation ausreichend, bei allen anderen Tumoren erfolgt als 2. Therapieschritt nach ca. 4 Wochen die Radiojod-Therapie. Das als Tabletten verabreichte radioaktive Jod vernichtet eventuelle mikroskopische Resttumorzellen im Körper praktisch ohne Nebenwirkung. Erst danach erfolgt als 3. Schritt eine lebenslange Hormonersatz-Therapie.

Durch diese Stufentherapie können beim Schilddrüsenkarzinom erfreulicherweise Heilungsraten von über 90 %, wie bei kaum einem anderen Tumor, erzielt werden.

Kontakt

Prim. Dr. Wolfgang Schweiger
Vorstand Chirurgie Privatklinik Villach
Facharzt für Chirurgie, Viszeral-und Gefäßchirurgie

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