Die Humanomed-Gruppe feiert heuer dreifaches Jubiläum und bringt zur Feier des Jahres gemeinsam mit dem Karmasin-Institut eine Gesundheits-Studie heraus: Was die Österreicher vom Gesundheitssystem erwarten und welche Zukunftsprognosen im Gesundheitsbereich erstellt werden.

Klagenfurt, 1. Juli 2015 – 40 Jahre Humanomed Zentrum Althofen, 30 Jahre Privatklinik Villach und 5 Jahre Privatklinik Maria Hilf: Diese drei führenden privaten Gesundheitsbetriebe Kärntens werden unter dem Dach der Humanomed Consult betrieben. In Zahlen: 630 Reha- und 312 Akutbetten, ein Gesamtumsatz von rund 95 Millionen Euro pro Jahr sowie mehr als 1.000 Mitarbeiter.

„Da wir uns laufend weiterentwickeln, haben wir nun gemeinsam mit dem Karmasin-Institut eine Gesundheitsstudie* veröffentlicht, die neueste Erkenntnisse aus den Bereichen Gesundheitsbewusstsein der Österreicher sowie Wünsche und Anforderungen an das Gesundheitssystem, die medizinische Betreuung, Pflege im Alter und Kur aufzeigt. Die Ergebnisse präsentieren wir nun im Rahmen unseres Jubiläumsjahres“, sagt Geschäftsführer Mag. Johannes Eder, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Dkfm. Helmut Eder und DI Werner Hörner in dritter Generation leitet.

Immer weniger Vertrauen in angebotene Leistungen

Rund 60 Prozent der Österreicher erachten sich als sehr gesundheitsbewusst – vor allem die über 50-Jährigen. Ausreichend Schlaf (68 Prozent der Befragten), Alkohol in geringen Mengen (65 Prozent) sowie eine ausgewogene Ernährung (64 Prozent) tragen zum gesunden Lebensstil der Österreicher bei. Genauso viele sind mit dem heimischen Gesundheitssystem zufrieden – davon mehr Männer als Frauen. Vorsorgeuntersuchungen werden bei den angebotenen Leistungen des Gesundheitssystems am häufigsten in Anspruch genommen (75 Prozent), gefolgt von Impfkampagnen (55 Prozent) und Massagen (49 Prozent).

„Bei einem Krankenhausaufenthalt legen die Patienten den meisten Wert auf umfassende medizinische Checks (87 Prozent), hohe Kundenorientierung (80 Prozent), Therapie (76 Prozent) sowie Mitspracherecht bei der Auswahl der Behandlungsmethoden (75 Prozent). 68 Prozent ist die Qualität des Essens wichtig, 57 Prozent pochen auf eine gepflegte Ausstattung der Zimmer“, fasst Mag. Johannes Eder zusammen.

Dennoch: Rund 45 Prozent der Befragten fürchten sich in Zukunft vor höheren Selbstbehalten und einer Zwei-Klassen-Medizin, besagt die Humanomed-Studie.

Viele halten es für wahrscheinlich, dass immer weniger Leistungen bezahlt werden und man künftig längere Wartezeiten bei Operationen oder Behandlungen in Kauf nehmen muss. Zwei Drittel der Österreicher sind sogar der Ansicht, dass das Gesundheitssystem eine Zwei-Klassen-Medizin ist – etwa ein Viertel spricht sogar von einer Mehrklassen-Medizin.

Die Erwartungshaltung geht im Allgemeinen in Richtung Zeitfaktor: 82 Prozent der Befragten wünschen sich, dass sich der Arzt genügend Zeit nimmt, 67 Prozent möchten ernst genommen werden und 45 Prozent eine detaillierte Aufklärung über Diagnose, Therapie etc.

Interessant wird’s auch, wenn es ums Thema „Alter“ geht: 40 Prozent gaben an, dass sie sich sehr wohl vorstellen können, im Alter wieder in eine WG zu ziehen.

Dr. Google steht hoch im Kurs

Vorbei die Zeiten, als Ärzte als Götter in weiß bezeichnet wurden, heute zählt vor allem die Meinung von Dr. Google. Jeder dritte Österreicher hat schon einmal eine Gesundheitsfrage im Internet recherchiert, 15 Prozent der Bevölkerung informieren sich im Netz regelmäßig über Krankheiten, so die Humanomed-Studie. „Diese Eigenrecherche führt aber bei 82 Prozent der Befragten zu Fehlinterpretationen“, warnt Mag. Johannes Eder. „71 Prozent litten danach sogar unter Cyberchondrie, d.h. Sorgen in Bezug auf die Erkrankung werden verstärkt, 61 Prozent versuchen sich selbst zu therapieren – und 29 Prozent meinen, dass sie durch ihre Internetrecherche das Handeln des Arztes kontrollieren könnten“, so der Humanomed-Geschäftsführer.

Laut Humanomed-Studie sind 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie dank der Gesundheitsportale ein besseres Verständnis bezüglich Diagnose und Therapie entwickeln.

Auch beim Thema Kur – knapp ein Drittel der Bevölkerung hat laut Humanomed-Studie bereits einen Kuraufenthalt in Anspruch genommen – setzen viele Österreicher auf Prävention. Neben dem Thema Beschwerden zu mindern (74 Prozent) und vorbeugend zu behandeln (67 Prozent), geben 64 Prozent der Befragten an, dass ein nachgewiesenes Qualitätsmanagement sehr wichtig sei.

Ständige Weiterentwicklung als Vision

Die Humanomed bekennt sich zur ständigen Weiterentwicklung ihrer Betriebe und Dienstleistungen. So hat sich aus der täglichen Organisation im Spittal eine eigene Software Lösung entwickelt. Das webbasierte, modular aufgebaute Krankenhaus- Informationssystem (KIS) läuft auf mobilen Endgeräten und erleichtert beispielsweise die Pflegedokumentation, OP- oder Therapieplanung. Alle Tools kommen aus der hauseigenen Firma, der 2013 neu gegründeten Humanomed IT Solutions.

„Durch die Erfahrung aus dem täglichen Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter im Krankenhaus konnten unsere Programmierer wertvolle Anregungen zur Entwicklung der Software gewinnen“, erklärt Humanomed Geschäftsführer DI Werner Hörner.

Herausforderungen für die Zukunft

Sowohl der Markt im Privatklinik Sektor als auch in der Rehabilitation ist in Österreich gesättigt. In der Rehabilitation gibt es aus Sicht der Humanomed-Manager derzeit nur in zwei Bereichen noch eine Unterversorgung: im Bereich der Neurologischen Rehabilitation und der Rehabilitation für Kinder.

Durch die Bevölkerungsentwicklung wird es zukünftig vor allem im Bereich der Rehabilitation und der Pflege immer mehr Patienten geben. „Wir stehen jedoch vor der Herausforderung, dass gleichzeitig aufgrund der demographischen Entwicklung weniger Menschen im Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Antwort sehen wir darin, dass der Pflegeberuf weiter aufgewertet werden muss, um mehr Menschen für diesen wichtigen Beruf zu begeistern“, so DI Hörner. „Parallel dazu stehen wir als Gesundheitsbetreiber vor einem enormen Kostendruck seitens unserer Vertragspartner, dem wiederum steigende Erwartungen unserer Patienten in Hinblick auf Komfort, Betreuungsqualität gegenüberstehen. Unsere Antwort darauf ist die Qualität,“ so DI Hörner weiter.

Qualität erhöht langfristig die Wirtschaftlichkeit

Bereits 2006 wurde die Managementorganisation Humanomed Consult nach ISO 9001:2008 zertifiziert. Danach folgte 2013 das Humanomed Zentrum Althofen und 2015 die Privatklinik Villach, die sich in ihrem 30-jährigen Bestandsjahr erfolgreich der Zertifizierung stellte. „Wir sehen die Einführung eines QM-Systems als Werkzeug zur Optimierung der Arbeitsabläufe, für Transparenz und Nachvollziehbarkeit und somit zur strukturierten und kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Gesamtleistungen,“ so Humanomed Geschäftsführer DI Hörner.

Vom Moorbad zum größten privaten Gesundheitsanbieter Österreichs

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Studie sollen bieten auch wertvolle Informationen zur strategischen Ausrichtung der Humanomed-Gruppe auf die Zukunft. Denn die Humanomed Gruppe zeichnet sich durch ständige Weiterentwicklung der medizinischen Angebote und Dienstleistungen aus.

Nicht zuletzt deshalb zählt die Humanomed Consult zu den führenden privaten Gesundheitsanbietern in Österreich. „Alles begann mit einer Vision und einem Moorbad“, erinnert sich Dkfm. Helmut Eder, geschäftsführender Gesellschafter von Humanomed. Denn ursprünglich war es eine ganz andere Branche, mit der sich die Familie ihre Brötchen verdiente: „Unser Verpackungsunternehmen, die Zupack und Selfpack GmbH, wurde von unserem Konkurrenten abgekauft und wir sahen uns nach neuen Herausforderungen um“, sagt Dkfm. Eder. Und da kam das Moorbad genau richtig.

„Die Gründungsväter, mein Vater Hans Eder und sein Partner Helmut „Pipsi“ Mayr, ließen sich durch Studien überzeugen, dass die Heilerde- und Schlammvorkommen in Althofen eine besondere medizinische Qualität haben und für hunderte von Jahren ausreichen“, so Dkfm. Helmut Eder weiter. Diesem 1975 gelegten Meilenstein sollten noch viele weitere folgen.

1975 wurde die Privatklinik Althofen eröffnet, 1985 die Privatklinik Villach und vor fünf Jahren die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt. Mit der Humanomed-Studie werden 40 erfolgreiche Jahre im Gesundheitswesen gefeiert, denen noch viele weitere folgen sollen.

„Wir möchten die aktuelle Studie zum Anlass nehmen, noch genauer auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Patienten eingehen zu können“, fassen die drei Geschäftsführer zusammen.

Über die Humanomed Consult

Unter dem Dach der Humanomed Consult werden die drei führenden privaten Gesundheitsbetriebe Kärntens, das traditionsreiche Humanomed Zentrum Althofen, die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt und die Privatklinik Villach betrieben. Aus der Programmierung von Krankenhaus Software hat sich nun der jüngste Geschäftszweig der Humanomed entwickelt: die Humanomed IT Solutions.
In Summe beschäftigt die Humanomed über 1000 Mitarbeiter und erwirtschaftet so einen Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro. Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen der Jubiläen: 40 Jahre Humanomed, 30 Jahre Privatklinik Villach und 5 Jahre Privatklinik Maria Hilf.

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