Am 18. November ist Welt-COPD-Tag (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit hat eine enorme Steigerungsrate und führt unbehandelt bis hin zur permanenten Atemnot. Die Lungen Rehabilitation im Humanomed Zentrum Althofen sorgt für mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Betroffenen.

Althofen, 9. November 2015 – Langanhaltender Husten, starker Auswurf und Atemnot auch im Ruhezustand sind die wichtigsten Symptome für COPD. Die Abkürzung fasst mehrere Atemwegserkrankungen unter einer Bezeichnung zusammen, die mit verschiedenen Therapien behandelt werden können. Allerdings sind nur etwa 30 Prozent aller behandlungspflichtigen Kranken diagnostiziert.

Am Welt-COPD Tag soll Aufmerksamkeit geschaffen werden: „Viele Patienten befinden sich im Stadium I und II und spüren daher nur relativ selten Probleme wie Husten oder Atemnot. Ein Arztbesuch, der gerade für Raucher in regelmäßigen Abständen zu empfehlen ist, bleibt somit aus. Daher ist keine Diagnostik in Form einer regelmäßigen Messung und Aufzeichnung der Lungenfunktion möglich“, so Dr. Michael Muntean, Facharzt für Lungenerkrankungen im Humanomed Zentrum Althofen. Pro Jahr werden dort rund 800 Patienten betreut.

90 Prozent der Betroffenen sind Raucher

Eine COPD verläuft in vier Stadien und nimmt den Betroffenen zunehmend Lebensqualität. Ausgelöst wird die Krankheit häufig durch eine jahrelange Verschmutzung der Lunge – meist durch Tabakkonsum. „Etwa 20 Prozent aller Raucher bekommen eine COPD, jedoch von allen COPD Patienten sind über 90 Prozent Raucher – oder Raucher gewesen“, weiß Dr. Michael Muntean. Auch von Light- und Mentol-Zigaretten rät der Experte ab. „Light- bzw. Menthol-Zigaretten sollen ein ‚gesünderes’ Rauchen vermitteln, werden aber tatsächlich tiefer inhaliert und schädigen so die Lunge in tieferen Bronchialbereichen“.

Im Krankheitsverlauf folgen eine Verengung der Bronchien und eine Unterversorgung mit Sauerstoff. Zunächst kommt es nur zu Husten, Auswurf und Atemnot bei körperlicher Belastung, im Endstadium leiden COPD-Kranke auch im Ruhezustand unter Atemnot. Laut Dr. Michael Muntean ist das Fortschreiten der Krankheit nur in Verbindung mit Nikotinstopp oder dem Vermeiden der Passivrauchexposition – unter anderem auch in Gaststätten – zu verlangsamen. Die Rehabilitation für Lungenpatienten spielt dabei eine große Rolle, da hier, neben optimaler therapeutischer Behandlung, auch die Raucherentwöhnung nach Leitlinien der ÖGP (Österreichische Gesellschaft für Pulmologie) fester Bestandteil der Therapie ist.

Behandlung durch Pneumologische Rehabilitation

Im Humanomed Zentrum Althofen können COPD-Patienten eine Pneumologische Rehabilitation in Anspruch nehmen. Nach einer genauen Untersuchung und einer anschließenden Diagnose, werden die individuellen Ziele der Rehabilitation festgelegt.

Um der Krankheit entgegenzuwirken und die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten wieder zu steigern, wird ein umfassendes Programm für die Rehabilitation zusammengestellt. „Die Rehabilitation im  Humanomed Zentrum Althofen steht auf vier Säulen“, so Dr. Muntean. „Körperliches Training sorgt für weniger Atemnot im Alltag, die Atemphysiotherapie zeigt wirkungsvolle Selbsthilfemaßnahmen  auf und psychologische Unterstützung in der Einrichtung ist wichtig wegen der höchst eingeschränkten Lebensqualität unserer Patienten“, erklärt der Lungenfacharzt. Der vierte und letzte Schwerpunkt liegt auf der Ernährung, da Fehlernährung oder Übergewicht zu zusätzlichen Atemproblemen führen können.

Das interdisziplinäre Team der Einrichtung, bestehend aus Lungenfachärzten, einer Allgemeinmedizinerin, speziell geschulten Atemphysiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sportwissenschaftlern, Diätologen und Pflegekräften steht den Patienten während ihrem Aufenthalt zur Seite. Ziel der Einrichtung ist es, den Betroffenen Verständnis für die Ursachen ihrer Erkrankung zu geben und sie zur Selbsthilfe zu motivieren.

Eine Faustregel, wie rasch sich eine COPD weiterentwickelt, gibt es laut Experten nicht. „Der Verlust an Lungenfunktionsleistung eines gesunden Erwachsenen beträgt ca. 10-15 ml pro Jahr. Damit könnten wir auch 200 Jahre alt werden. Ein Raucher verliert bei der COPD bis zu 80-100ml pro Jahr – entsprechend eingeschränkt ist auch seine Lebenserwartung bei stark geschädigter Lunge. Aber: Wird ein Rauch Stopp erreicht, so reduziert sich der jährliche Verlust wieder auf den eines Nicht-Rauchers.“ Die Message des Experten ist deutlich: „Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören – man gewinnt tatsächlich Lebensjahre und auch Qualität.“

Über die Humanomed Consult

Unter dem Dach der Humanomed Consult werden die drei führenden privaten Gesundheitsbetriebe Kärntens, das traditionsreiche Humanomed Zentrum Althofen, die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt und die Privatklinik Villach betrieben. Aus der Programmierung von Krankenhaus Software hat sich nun der jüngste Geschäftszweig der Humanomed entwickelt: die Humanomed IT Solutions.
In Summe beschäftigt die Humanomed über 1000 Mitarbeiter und erwirtschaftet so einen Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro. Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen der Jubiläen: 40 Jahre Humanomed, 30 Jahre Privatklinik Villach und 5 Jahre Privatklinik Maria Hilf.

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