Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher ist ein wenige Zentimeter großes Gerät aus Titan, das meist im Brustkorb unter die Haut implantiert wird. Im Aggregat sind Batterie und Elektronik untergebracht. Über 1 bis 3 Sonden (Elektroden) ist der Schrittmacher mit dem Herzen verbunden.

Aufgabe des Herzschrittmachers ist es, festgestellte Herzrhythmusstörungen wie zu langsamer Puls, lange Aussetzer oder Pausen und Herzstillstand zu beheben und den Herzmuskel zum normalen Schlagen anzuregen.

Foto: Herzschrittmacher Epyra 8 DR-T mit 2 Elektroden © Biotronik

Einsetzen des Herzschrittmachers

Bei der Implantation wird über einen kleinen Hautschnitt, unter leichter Analgosedierung und örtlicher Betäubung, meist unter dem Schlüsselbein eine Vene punktiert und über das Gefäß die Sonden zum Herzen vorgeschoben. Die Sonden werden unter Röntgensicht exakt positioniert, danach elektrisch auf ihre Funktion überprüft und schließlich im Herzen verschraubt oder verankert. Nach dem Verbinden mit dem Herzschrittmacher wird dieser unter die Haut eingebracht, vernäht und somit funktionstüchtig.

Der Eingriff ist relativ klein, dauert rund 30 bis 60 Minuten und kann besonders für ältere Patienten sehr hilfreich sein. Für einige Tage ist eine Schonung des Armes zu empfehlen, anschließend können die Patienten ganz normal ihren Hobbies, Beruf und Sport nachgehen.

Nach wenigen Tagen werden die Nähte entfernt. Probleme mit dem Herzschrittmacher oder rund um die Implantation sind sehr selten (1 bis 3 %) und kaum schwerwiegend.

Kontrollen

In weiter Folge sind Schrittmacherkontrollen in 6 bis 12 Monaten notwendig, dabei wird der Herzschrittmacher von außen auf seine Funktion überprüft und notwendige Umstellungen durchgeführt.

Die Haltbarkeit eines Herzschrittmachers ist abhängig von seiner Tätigkeit und ist zwischen 5 und 15 Jahren anzugeben.

Kontakt und weitere Informationen

Dr. Heinz Krappinger
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Privatklinik Maria Hilf, Klagenfurt

Foto: Herzschrittmacher Epyra 8 DR-T mit 2 Elektroden © Biotronik

Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe infolge einer akuten Durchblutungsstörung ab. Meistens ist es die Folge eines Verschlusses von einem oder mehrerer Herzkranzgefäße.

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