Die Männergesundheit: Aus Liebe zum Leben.

Männer sind Vorsorgemuffel – im Gegensatz zu Frauen, die eine völlig andere Einstellung zur eigenen Gesundheit vertreten. Männer leben im Schnitt fünf Jahre kürzer als Frauen. Abgesehen vom unterschiedlichen Risikoverhalten gehen Männer auch sorgloser mit ihrer Gesundheit und generell mit ihrem Körper um, als Frauen es tun.

Gesundheit & Männer

Viele Männer meiden Arztbesuche, weil sie Angst vor einer Diagnose haben, mit der bei ihnen eine Erkrankung entdeckt wird und durch die ihre Unversehrtheit und ihr männliches Ego beschädigt werden. Dies trifft umso mehr zu, wenn es sich um Erkrankungen im sensiblen männlichen Bereich unterhalb der Gürtellinie handelt, sprich bei urologischen Problemen.

Prostatakarzinom

Prostatakrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann und entspricht in der Häufigkeit des Auftretens dem Brustkrebs bei der Frau. Von 2017 bis 2019 wurden pro Jahr mit knapp 6.000 neuen Prostatakarzinomen jeweils ca. 400 Fälle mehr als weiblicher Brustkrebs festgestellt. Das sind knapp 27 % aller männlichen Tumorerkrankungen.

Bei den meisten Tumorerkrankungen ist es gerade die frühzeitige Erkennung, die eine erfolgreiche und meist weniger belastende Behandlung ermöglicht. Dies trifft speziell auch auf das Prostatakarzinom zu. Frühzeitig erkannt kann eine maßgeschneiderte Therapie in den meisten Fällen zu einer Heilung führen. 

Blasen-, Nieren- und Hodenkrebs

Auch andere urologische Krebserkrankungen zählen zu häufigen bösartigen Tumorerkrankungen beim männlichen Geschlecht: An vierter Stelle findet sich der Blasenkrebs (1.158 neue Fälle/Jahr) und an siebter Stelle der Nierenkrebs (894 Fälle/Jahr). Hodenkrebs zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, kann aber bei rechtzeitiger Erkennung in fast allen Fällen geheilt werden. Insgesamt ein Viertel aller soliden Tumore gehört zum urologischen Fachbereich – bei Männern sogar ein Drittel.

Vorsorge ist alles

Männer, deren Brüder und/oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt sind, weisen ein doppelt so hohes Risiko auf, im Laufe ihres Lebens an Prostatakrebs zu erkranken. Diese Männer sollten mit der Prostatakrebs-Vorsorge bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen.

Im Sinne einer urologischen Vorsorge wird empfohlen, ab dem 18. Lebensjahr regelmäßig die Hoden abzutasten und bei Veränderungen der Größe oder Unregelmäßigkeiten einen Urologen aufzusuchen. Auch bei Blasenkrebs ist eine frühzeitige Erkennung durch eine Harn- und eine Ultraschalluntersuchung sehr wichtig, um einschneidende Behandlungsmaßnahmen verhindern zu können. Zudem werden auch Nierentumore durch eine nicht belastende Ultraschalluntersuchung frühzeitig entdeckt – und es kann so nierenerhaltend behandelt werden. Im Klartext: In einem „Arbeitsgang“ kann gegen drei wichtige Tumorerkrankungen vorgesorgt werden.

Neben regelmäßigen Arztbesuchen ist aber auch ein gesunder Lebensstil von Bedeutung. 

Kontakt und weitere Informationen

Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald
Facharzt für Urologie

Ordination Privatklinik Maria Hilf
T: +43 (0) 699 111 45 765
E: m.rauchenwald@aon.at

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