Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung der Atemwege, die prinzipiell durch eine variable Obstruktion der Atemwege, eine bronchiale Überempfindlichkeit und Entzündungsvorgänge in den Atemwegen charakterisiert ist.

Das pfeifende Atemgeräusch ist typisch für die Erkrankung. Auch das Husten im Ruhezustand, bei Belastung oder bei Kontakt mit zu kalter Luft – Asthma löst die charakteristisch anfallsartig auftretende Atemnot aus.

Ursache

Viele verschiedene Ursachen kommen zur Auslösung eines Asthmaanfalles in Betracht. Zu 70 % sind es allergische Reaktionen auf häufig vorkommende Allergene (Gräser, Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel, Medikamente etc.), welche zu einer Verschlechterung der Atemsituation führen können.

Asthma ist zudem die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern, etwa jedes 10. ist betroffen. Sind in der Familie bereits Asthmaanfälle aufgetreten oder bestehen Allergien in der Familie oder bei dem Patienten, ist die Wahrscheinlichkeit für Asthma erhöht. 

Nicht selten sind es banale Infekte, die eine „Exazerbation“ (Verschlechterung der Grunderkrankung) bewirken und damit zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der respiratorischen Situation führen, die mitunter ärztlicher Soforthilfe bedarf.

Selbst Spitzensportler sind vor Asthma in Form des Athletenasthmas nicht gefeit – nicht zu verwechseln mit dem Anstrengungs-Asthma des Hobbysportlers. Selbst der rasche Wechsel der Umgebungstemperatur (warm–kalt im Winter) oder der Luftfeuchtigkeit (Sommer–Winter) kann bei Menschen mit einem überempfindlichen Bronchialbaum zu Asthma führen.

Asthma auf dem Vormarsch

Das vermehrte Vorkommen von Asthmaanfällen in Industriestaaten lässt vermuten, dass äußere Umstände wie Ernährungsgewohnheiten, Aktiv- und Passivrauchen sowie verbesserte Hygienestandards die gesteigerte Anzahl an Asthmaerkrankungen mitverursachen. Auch Umweltfaktoren – etwa Luftschadstoffe – gelten als mögliche Krankheitsauslöser. Die körpereigene, genetische Veranlagung in Kombination mit den äußeren Einwirkungen des westlichen Lebensstils, spielt eine maßgebende Rolle bei der Einschätzung des potenziellen Erkrankungsrisikos.

Therapie

Ziel ist es, Patienten, die unter Asthma bronchiale leiden, über ihre Erkrankung bestmöglich aufzuklären, ihnen wichtige Informationen und Anleitungen zur Selbsteinschätzung ihrer Atemsituation zu geben, damit sie künftig in der Lage sind, die von ihrem Arzt empfohlenen Medikamente richtig und rechtzeitig einzusetzen. Die Angst vor Steroiden (Kortison) ist, sofern richtig verwendet, unbegründet. Selbst Kinder profitieren, nachweislich durch Studien belegt, von inhalativen Steroiden, ohne dass sie Einschränkungen im Sinne von Langzeitnebenwirkungen erfahren. Viel mehr stellen die inhalativen Steroide die Basis jeder Asthma-Therapie dar.

In der Lungen Rehabilitation, wie dies in Althofen durchgeführt wird, ist das Ziel der Asthma-Schulung, Menschen die Funktionsweise der Lunge darzulegen und darüber hinaus krankmachende Einflüsse genau zu erklären, um ein optimales Krankheits- und Therapieverständnis hervorzurufen.

Der Umgang mit Asthma – vor allem das richtige Verhalten beim Auftreten eines Anfalls – kann erlernt werden. In Asthma-Schulungen werden dem Patienten Maßnahmen vermittelt, die zur Bewältigung der chronischen Erkrankung beitragen.

Was kann der Betroffene tun?

Primär ist es wichtig bei allergischem Asthma das Allergen, wie z. B. Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelpilze oder Tierhaar, zu vermeiden. Auch Tabakrauch sollte sowohl in Form von aktivem und passivem Rauchen gemieden werden.

Der Umgang mit Asthma, vor allem das richtige Verhalten beim Auftreten eines Anfalls, kann erlernt werden. In Asthma-Schulungen werden dem Patienten Maßnahmen vermittelt, die zur Bewältigung der chronischen Erkrankung beitragen.

Sport, in Maßen betrieben, kann sich positiv auswirken. Vor allem Schwimmen, Radfahren, Joggen und Wandern sind sehr gut geeignet. Bei Outdoor-Aktivitäten ist es wichtig, die Allergiesaisonen zu beachten und bei Kälte als Auslöser im Winter lieber in geheizten Räumen zu bleiben.

Eine regelmäßige Selbstkontrolle des Atemspitzenflusses mittels Peak-Flow-Messung gibt Einblicke in den Krankheitsverlauf, um bei eventueller Verschlechterung rasch reagieren zu können.

Was ist ein Asthmaanfall?

Ein Asthmaanfall zeichnet sich folgendermaßen aus:

  • Plötzliche, krampfartige Verengung der Bronchien und Anschwellung der Schleimhaut
  • Zähflüssiger Schleim kann nicht abgehustet werden
  • Kurzatmigkeit sowie Husten, Keuchen und pfeifen der Atmung
  • Engegefühl in der Brust
  • Massive Angstgefühle, die die Atemnot verstärken

Asthmatische Erkrankungen sollten aber auf jeden Fall therapiert werden, da sich die Erkrankung unbehandelt verschlechtert.

Kontakt und weitere Informationen

Prim. Dr. Michael Muntean
Lungen Rehabilitation im Humanomed Zentrum Althofen

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