Jeder zweite Erwachsene (Männer sowie Frauen) erkrankt im Laufe des Lebens an Hämorrhoiden. Für diese Volkskrankheit stehen wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung.

In der Anfangszeit des Leidens ist die Behandlung sehr einfach und ohne Operation möglich, nämlich durch eine Verödung (Sklerotherapie). Die Verödung bei Hämorrhoidalleiden ist in Österreich zugelassen und ist eine exzellente Alternative bei Versagen konservativer Maßnahmen wie oraler Medikation, Suppositorien und Salben.

HAL-/RAR-Operation

Bei fortgeschrittenen Hämorrhoidalleiden ist eine operative Behandlung erforderlich. Die HAL-/RAR-Operation ist ein modernes, schonendes, nahezu schmerzloses und minimal-invasives Verfahren. Bei dieser Methode werden die zuführenden Gefäße im Mastdarm mit einer speziellen Ultraschallsonde exakt aufgesucht und unterbunden. Dann wird die Schleimhaut mit einer Naht weit im Inneren gestrafft. Der Gewebevorfall aus dem Anus wird dabei nach innen gezogen, sodass die Hämorrhoiden verschwinden.

Diese Methode gilt als besonders schonend, denn es entsteht keine offene, nässende und schmerzende Wunde. Eine Beschädigung des Schließmuskels ist bei dieser Methode ausgeschlossen. Ein kurzer Krankenhausaufenthalt und Rückkehr zu normaler Aktivität innerhalb von 1-2 Tagen sind die Vorteile bei dieser Operation.

Analfistel-Erkrankungen

Bei der Analfistel handelt es sich um einen krankhaften Gang, welcher den Mastdarm und die Haut am After miteinander verbindet. Die Hauptursache für die Entstehung einer Fistel in der Analregion ist eine Entzündung der schleimproduzierenden Proktoanaldrüsen. Die konservativen Therapieansätze führen meist nicht zum gewünschten Erfolg.

Als Mittel der Wahl gilt der operative Eingriff, bei dem die Fistel geöffnet und drainiert wird. Bei diesem Prozess dauert die Heilung mehrere Monate, wobei es aber auch zu Rezidiven (erneute Fistelbildung) und Schließmuskel-Verletzung kommen kann.

Hier hilft eine alternative und naturheilkundliche Therapie wesentlich besser:

Die ayurvedische „Ksharsutra Methode“

Bei der Ksharsutra Methode wird die Analfistel nicht operativ gespalten, sondern ein alkalisierter medizinischer Operationsfaden wird in den Analkanal eingeführt. Dieser zusätzlich mit heilenden Kräutern angereicherte Faden führt dann zu einer spontanen Heilung des Fistelganges. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass dieser Kräuterfaden langsam den Fistelgang öffnet und heilt. Die gefürchtete Stuhlinkontinenz ist mit dieser Methode ausgeschlossen.

Diese ayurvedische Methode hat in den letzten Jahren weltweit große Anerkennung gefunden. Im Jahr 2017 wurde diese Methode beim österreichischen Chirurgen Kongress in Wien und im November 2018 beim internationalen Proktologie Kongress in Budapest präsentiert und fand sehr guten Widerhall.

Diese Hämorrhoiden- und Fistel-Operationen werden vom langjährigen Experten für Proktologie, Dr. Sebastian Mathew, Facharzt für Chirurgie, in der Privatklinik Maria Hilf, Klagenfurt durchgeführt.

Was sind eigentlich Hämorrhoiden?

Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit die ringförmigen Blutgefäßpolster am After gemeint, die jeder Mensch besitzt. Sie dienen dazu, den Enddarm gut abzudichten und Stuhlverlust zu verhindern. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man bei einer krankhaften Vergrößerung dieser Blutgefäßpolster.

Die Ursachen für das Entstehen von Hämorrhoiden sind vor allem Bewegungsmangel und sitzende Tätigkeiten, Übergewicht sowie erbliche und altersbedingte Bindegewebsschwäche. Auch chronische Verstopfungen gehören zu den häufigsten Ursachen – oft die Folge einer ballaststoffarmen Ernährung. Schwangere leiden ebenfalls häufig unter Hämorrhoiden, die auf den erhöhten Druck im Bauchraum zurückgeführt werden. Bei Kindern ist die Erkrankung dagegen selten.

Kontakt

Dr. Sebastian Mathew
Facharzt für Chirurgie
Privatklinik Maria Hilf

 

 

 

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