Moderne Nasenchirurgie mittels Ultraschalltechnik

Die Nase trägt wesentlich zum Gesamteindruck des Menschen bei. Für das persönliche Wohlbefinden spielen sowohl die funktionelle und problemlose Nasenatmung als auch das Aussehen eine wesentliche Rolle. Die Korrektur der Nase kann also aus rekonstruktiven oder funktionellen, aber auch aus ästhetischen Gründen erfolgen.

Nasenatmungsbehinderung

Eine chronisch behinderte Nasenatmung kann unter vielen anderen Ursachen durch anatomische Veränderungen der Nase bedingt sein. Dies kann zu einer verstopften Nase, Dauerschnupfen, Kopfschmerzen, Druckgefühl im Kopf, Verschleimung (auch im Rachen) und Riechstörungen führen. Die Nasenscheidewand trennt die beiden Nasenhaupthöhlen und kann angeboren, wachstumsbedingt oder als Folge einer Verletzung verkrümmt sein und so zu einer Beeinträchtigung der Luftdurchgängigkeit führen. Wenn konservative Therapieansätze (Sprays, Befeuchtung etc.) keine Beschwerdebesserung erzielen, bedürfen Veränderungen an der Nasenscheidewand eines operativen Eingriffs. Auch die äußere Nase muss dabei beurteilt werden, denn häufig geht die Verbiegung der Nasenscheidewand mit einer Veränderung der äußeren Nase, des Nasengerüsts einher.

Nasenscheidewandkorrektur (Septumplastik)

Die alleinige Septumplastik erfolgt über das Nasenloch: über einen Schnitt an der vorderen Nasenscheidewand wird die Schleimhaut vom knorpeligen und hinteren knöchernen Anteil des Septums abgelöst. Grob gesagt können dann überschüssige Knorpel- und Knochenanteile abgetragen werden und Defektareale auch wieder zur Begradigung remodelliert werden. In vielen Fällen sind auch die nahe liegenden Nasenmuscheln vergrößert. Eine Seitwärtsverlagerung oder auch Größenreduktion kann die Nasenatmung zusätzlich günstig beeinflussen.

Besteht auch eine Höckerbildung oder Schiefstellung der äußeren Nase, kann im Rahmen desselben Eingriffs auch eine Korrektur dieser Strukturen notwendig sein. Dies wird dann als Septorhinoplastik (SRP) bezeichnet. Da der Knorpel elastisch ist, könnte es bei einer entsprechenden Anatomie nach Jahren zu einem Abrutschen oder einer neuerlichen Verbiegung kommen und eine weitere Operation notwendig machen. Die SRP versucht, dies durch eine Reduktion von Zug- und Druckkomponenten von außen zu verhindern, sodass die Nasenscheidewand spannungsfrei in der Mitte bleibt.

Korrektur der äußeren Nase (Rhinoplastik)

Grundsätzlich kann die operative Korrektur der äußeren Nase durch die Nasenlöcher von innen („geschlossene Technik“), aber auch von außen („offene Technik“) erfolgen. Dabei wird das Nasenskelett, bestehend aus Knochen und Knorpel, verändert, um die gewünschte Form zu erreichen. Die Weichteile der Nase legen sich dann an das veränderte Nasenskelett an. Heutzutage werden Korrekturen an der äußeren Nase meist ausgehend von einem Schnitt am Nasensteg (offene Technik) durchgeführt, da im Vergleich zur geschlossenen Technik bei der offenen Rhinoplastik nach Abhebung der Hautbedeckung der Nasenspitze und Nasenflügel kleine Formveränderungen besser analysiert und korrigiert werden können. Beispielsweise kann dabei ein ungewolltes Absinken der Nasenspitze nach der Operation eher vermieden werden. Die entstehenden Narben sind später praktisch nicht sichtbar.

Im Rahmen der klassischen Rhinoplastik wird die Nasenspitze bzw. deren Position angepasst, der Höcker schrittweise abgetragen sowie die Nase durch ein Zusammenschieben der mobilisierten, frei beweglichen Nasenbeine verschmälert und begradigt. Um Defekte am Nasenrücken (Sattelnase) aufzufüllen, kann man Knorpel verwenden, in manchen Fällen muss man zum Ausgleich von Unregelmäßigkeiten bzw. zur stabileren Bedeckung von Knochen oder Knorpel zusätzlich Muskelhaut einsetzen.

Neue Operationstechnik mit Ultraschall-Piezo-Knochenchirurgie

In der Privatklinik Maria Hilf wird seit kurzer Zeit von Dr. Jeschke die Rhinoplastik unter Verwendung eines Piezotome angeboten. Bei dieser in der Rhinoplastik neuen Operationsmethode werden Ultraschallwellen auf das chirurgische Instrument übertragen, das den Knochen dann schonend und präzise schneiden und modellieren kann. Dank dieses modernen Verfahrens kann die im Rahmen der Nasenkorrektur notwendige Mobilisierung der Nasenbeine (Osteotomie) mit weniger Druck und mehr Präzision als bislang mit Hammer und Meißel durchgeführt werden, ohne den Knochen dabei zu stark zu erhitzen. Durch die Verwendung der Ultraschallchirurgie werden empfindliche anatomische Strukturen (Nerven, Arterien) geschont, was zu weniger postoperativen Schwellungen und Blutergüssen führt. Damit wird der Heilungsverlauf beschleunigt, Schmerzen werden reduziert und die Knochenregeneration begünstigt.

Behandlungsverlauf

Nasenoperationen werden meist unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Ausdehnung des Eingriffs ist mit einem stationären Aufenthalt von zwei bis fünf Tagen zu rechnen. Nach einer Korrektur der äußeren Nase wird je nach Eingriffsart eine Kunststoffschiene für 7 Tage oder ein Nasengips für 14 Tage angelegt. Zur Schienung der Nasenscheidewand werden für eine Woche Kunststoffplättchen (Splints) eingenäht. Die Nase bleibt ein bis zwei Tage mit einer Tamponade ausgekleidet.

Nach einer Septorhinoplastik kann es zu leichten Blutungen und Blutergüssen sowie Schwellungen und vorübergehenden Gefühlsstörungen im OP-Bereich kommen. Die Nachbehandlung mit Nasenspülungen, Einbringen von Salben und Nasenölen muss mehrere Wochen fortgesetzt werden. Mit leichter körperlicher Arbeit kann nach drei Wochen, mit schwerer Arbeit sowie Sport sollte frühestens sechs Wochen nach der OP begonnen werden. „Gesellschaftsfähig“ ist man nach einer Korrektur der äußeren Nase nach etwa drei Wochen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

In der Privatklinik Maria Hilf werden die genannten Korrekturen interdisziplinär von Dr. Gert Hafner, Doz. DDr. Gerold Besser und Dr. Johannes Jeschke angeboten. Eine detaillierte Besprechung der Wünsche des Patienten und die genaue Festlegung des Operationsziels sind die Voraussetzung für eine gelungene Septorhinoplastik.

Kontakt und weitere Informationen

Dr. Johannes Jeschke
Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Privatklinik Maria Hilf
T: +43 (0)664 11 88 497
E: johannes.jeschke@humanomed.at

Dr. Gert Hafner
Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

Privatklinik Maria Hilf & Privatklinik Villach
T: +43 (0)463-511 800
E: gert.hafner@medway.at 
www.hno-hafner.com

Doz. DDr. Gerold Besser
Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie

Privatklinik Maria Hilf & Privatklinik Villach
T: +43 (0)676 95 86 703
E: praxis@hnobesser.at
www.hnobesser.at

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