Osteoporose

Die Osteoporose stellt eine der häufigsten Erkrankungen weltweit dar und führt durch die Reduktion der Knochendichte zu einem erhöhten Frakturrisiko. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Es sollte daher, insbesondere bei Menschen, die Risikofaktoren aufweisen, gezielt nach einer Verminderung der Knochendichte gesucht werden, da die Therapie einsetzen sollte, bevor Knochenbrüche auftreten.

Wirbelkörperfrakturen und Schenkelhalsfrakturen sind die häufigsten, osteoporotisch verursachten Knochenbrüche, aber es steigt das generelle Bruchrisiko an allen Stellen des Körpers.

Risikofaktoren für das Auftreten von Osteoporose

Zu den Risikofaktoren zählen neben genetischen Voraussetzungen auch der Lebensstil.

Unbeeinflussbare Faktoren

  • Knochenbruch nach dem 50. Lebensjahr in der Vorgeschichte
  • Oberschenkelhalsbruch in der Familie
  • hohes Alter
  • frühe Menopause

Potenziell beeinflussbare Risikofaktoren

  • geringes Körpergewicht
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • geringe Kalziumaufnahme mit der Nahrung
  • mangelhafte körperliche Aktivität
  • Behandlung mit cortisonhaltigen Medikamenten (z. B. Asthmaspray etc.)

Wie wird eine Osteoporose festgestellt?

Bei Vorliegen von mehreren Risikofaktoren bzw. Verdacht auf Osteoporose sollte eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Ein normales Röntgen ist nicht ausreichend, da hier erst sehr hochgradige Demineralisierungen erkannt werde können. Die Standarduntersuchung zur Bestimmung der Knochendichte ist die DEXA Dual-energy X-Ray-Absorptiometrie.

DEXA - Knochendichtemessung

Diese Untersuchungsmethode kommt vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses zum Einsatz. Sie ist durch hohe Präzision gekennzeichnet, bedarf lediglich geringer Dosen ionisierender Strahlen und gilt als sogenannter Goldstandard. Sie ermöglicht die Berechnung des Knochenmineralgehalts im Untersuchungsbereich.

Die Ergebnisse werden mit dem sogenannten T-Score ausgedrückt.

T-Score  
>-1 Normalbefund
-1 bis -2,5 reduzierte Knochendichte (Therapie angezeigt mit Reduktion der Risikofaktoren)
< -2,5 Osteoporose mit erhöhtem Frakturrisiko (Therape notwendig)

Kontakt und weitere Informationen

Prim. Dr. Manfred Kontrus
Facharzt für Radiologie
Radiologie, Privatklinik Villach

Osteoporose an der Wirbelsäule

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die durch eine unzureichende Knochenfestigkeit charakterisiert ist, welche zu einem erhöhten Frakturrisiko prädisponiert.

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