Männersache: Urologie
Neuer Schwerpunkt in der Privatklinik Maria Hilf

Mit den Urologen Univ.Doz. Dr. Michael Rauchenwald und Dr. Herbert Meixl als Belegärzte sowie Dr. Christopher Matitz als angestellter Facharzt entsteht in der Privatklinik Maria Hilf ein neues medizinisches Angebot. Wir sprechen mit Dr. Matitz über Männergesundheit und neue Wege.

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“
Kurt Marti (Schweizer Schriftsteller)

Die bedachten Worte des Schweizer Schriftstellers haben die Entscheidung des engagierten Urologen, vom Klinikum Klagenfurt in die Privatklinik zu wechseln, stark unterstützt. Und wohin er kommen will, weiß Dr. Matitz ganz genau: „Ich möchte personalisierte Medizin betreiben. Alle Bereiche der Urologie beschäftigen sich mit sensiblen Themen. Es geht in erster Linie darum, für den Patienten ein Gefühl zu entwickeln, Vertrauen aufzubauen, zuzuhören – sich Zeit zu nehmen.“

Sensible Thematiken

Besonderes Gespür braucht man vor allem für den Bereich der Andrologie, das Spezialgebiet der Medizin, das sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen befasst. Dass die Psychologie ein großer Ausbildungsteil der Sexualmedizin ist, ist demzufolge nicht grundlos. „Die Gesprächstherapie gehört zu meiner täglichen Arbeit, denn es geht in erster Linie darum, dem Patienten die Angst zu nehmen. Ich verstehe es als meine Aufgabe, Unsicherheiten zu beseitigen. Vor allem ist es wichtig, jungen Männern die Sicherheit zu geben, dass sie richtig funktionieren“, bringt es Dr. Matitz, den das Interesse an der Männergesundheit schon lange begleitet, auf den Punkt.

Männersache: unerfüllter Kinderwunsch

Eine eingeschränkte Samenqualität ist bei vielen Kinderwunschpaaren der Grund für ihre Kinderlosigkeit. Deshalb ist die gesonderte Abklärung des männlichen Parts – durch den Urologen – essenziell: vor allem dann,
wenn über eine unterstützende Art der Kinderwunschbehandlung nachgedacht wird.

Weil jedoch in manchen Fällen das Ejakulat aufgrund seiner eingeschränkten Qualität für eine künstliche Befruchtung nicht ausreicht, ist die einzige Chance, gute Spermien zu finden, die direkte Entnahme aus dem Hoden. „Die Spermienentnahme aus dem Hoden kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden: durch die MESA-Methode – also durch die ungezielte Absaugung von Spermien aus dem Nebenhoden bei örtlicher Betäubung – oder durch die operative testikulär Spermienextraktion (TESE) unter Vollnarkose“, so Matitz. Letztere Variante ermöglicht es, befruchtungsfähige Spermien gezielt aus dem Hodengewebe zu entnehmen. Das führt zu einer eindeutigen Qualitätssteigerung der Spermaproben, ist jedoch ein Eingriff, der dem Gewebeentnahmegesetz unterliegt und von der AGES streng kontrolliert wird. Sprich, es ist genau reguliert, wer diesen Eingriff machen darf. Und dafür braucht es eine Zertifizierung.

„Es ist der gesamte Ablauf, der zertifiziert werden muss: von der Klinik über den operativen Eingriff – bis hin zur Lagerung der entnommenen Proben. Auch der Transport zur jeweiligen Kinderwunschklinik“, erklärt der Urologe, der bereits mit der Kinderwunschklinik STERIGNOST in Klagenfurt in Kontakt zwecks eine Zusammenarbeit steht. „Sobald wir die Zertifizierung haben, ergeben sich für Kinderwunschpaare in Klagenfurt neue Möglichkeiten. Und das ist das Ziel“, schwärmt Matitz.

Allgemeine Urologie

„Ich werde aber auch allgemein urologisch tätig sein und freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit Doz. Michael Rauchenwald“, fährt der neue Facharzt der Privatklinik Maria Hilf fort. Und auch in diesem Tätigkeitsbereich schreibt er dem persönlichen Beratungsgespräch große Wichtigkeit zu. „Der Patient muss sich auskennen. Ich möchte, dass er zu jedem Zeitpunkt seiner Behandlung versteht, wovon ich spreche. Und welche weiteren Schritte er nun zu erwarten hat. Egal, welches Problem er auch hat.“

Ob Nierenleiden, Inkontinenz, Erkrankungen der Prostata oder Tumorerkrankungen – Matitz, Leistungsspektrum reicht weit. Besonders positiv hebt er hervor, dass für viele seiner Tätigkeitsbereiche das MRCT-Institut im selben Haus wertvoll sein wird. Beispielsweise für die Abklärung von Harntrakt-Erkrankungen. „Wenn in der Sonografie die Niere auffällig erscheint, kann eine Computertomografie veranlasst werden – und bei einem verifizierten Tumor kann das weitere Prozedere festgelegt und bei Bedarf auch eine OP in unserem Haus geplant werden“, so der Urologe. Auch die MRT-Fusions-Biopsie, die bei Verdacht auf Prostatakrebs durchgeführt wird, verlangt – wie es das Wort schon sagt – ein MRT-Bild. „Sollte vom Radiologen ein suspektes Areal in der Prostata festgestellt werden, kann nachfolgend eine gezielte Punktion der Prostata durchgeführt werden“, erklärt Matitz. „Weiters besteht die Möglichkeit, bei blutigem Harnbefund eine Blasenspiegelung durchzuführen. Ein nachgewiesener Blasentumor kann so schnell operativ versorgt werden. Alles in einem Haus“, so der Urologe abschließend.

Fazit: Wir schließen uns dem Schweizer Schriftsteller an: Mut schafft neue Wege. Und wie sich zeigt, führen sie genau dorthin, wo man gebraucht wird.

Gut zu wissen

Leistungsspektrum von Dr. Christopher Matitz:
■ Bereich der Andrologie
■ Penisverkrümmung
■ Harntrakt-Erkrankungen
■ Tumorerkrankungen
■ Transurethrale Chirurgie

Kontakt und weitere Informationen

Dr. Christopher Matitz
Facharzt für Urologie
Privatklinik Maria Hilf
T: +43 (0)463 5885-0

Handchirurgie

Die Hand ist ein wichtiges Werkzeug, auf das wir tagtäglich angewiesen sind. Wenn die Hand nicht voll funktionsfähig ist, kann das den Alltag massiv beeinträchtigen.

Mehr

Schleichende Gefahr: Dickdarmkrebs

Der Großteil aller Karzinome des Dickdarms entwickelt sich im Laufe von 5-7 Jahren aus gutartigen Polypen/Adenomen. Somit können mittels Vorsorge-Koloskopie Polypen im noch gutartigen Stadium erkannt und therapiert werden.

Mehr

Volkskrankheit Diabetes

In Österreich sind ca. 600.000 Menschen an Diabetes mellitus erkrankt, das sind 8-9 % der Bevölkerung. Aufgrund unseres Lebensstils und der demographischen Entwicklung wird mit einer weiteren Zunahme der Diabetiker gerechnet.

Mehr

Schilddrüsenknoten

Zehn bis zwanzig Prozent aller Österreicher entwickeln irgendwann in ihrem Leben einen Schilddrüsenknoten, meist gutartig. Allerdings ist die Diagnose nicht immer einfach.

Mehr