Rückengesundheit

Rückenschmerzen sind heutzutage eine der häufigsten Ursachen warum ein Arzt konsultiert wird. Die Hälfte der Patienten leidet unter Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule (Cervikalsyndrom, Lumbago). Strahlen die Schmerzen zusätzlich in Arme oder Beine aus, spricht man von einer Cervicobrachialgie bzw. Lumboischialgie.

Was sind die Ursachen?

Die Ursache für diese Beschwerden kann sehr unterschiedlich sein. Neben morphologischen und körperlichen Ursachen kommen manchmal auch psychische Ursachen dazu.

Sollten die Beschwerden längere Zeit anhalten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, damit sich die Rückenschmerzen nicht festsetzen und chronisch werden. Unter chronischen Rückenschmerzen versteht man Schmerzen, die über 6 Monate anhalten.

Eine große Rolle für Rückenschmerzen spielt auch unser heutiges Leben, welches sehr stark durch sitzend ausgeübte Berufe und einen bewegungsarmen Lebensstil geprägt ist.

In der heutigen Zeit stehen sehr gute schonende Verfahren als Schmerztherapie zur Verfügung. Wichtig ist es jedoch, bereits präventiv etwas für unsere Wirbelsäule zu tun.

Wie kann ich selbst Rückenschmerzen vorbeugen?

Ausreichende bewusste Bewegung

  • Mindestens 2-3-mal pro Woche 30-60 Minuten sportliche Aktivitäten (Walken, Laufen, Fahrradfahren etc.)
  • Ausdauersport zur allgemeinen Verbesserung der Ausdauer und Fitness
  • Schwimmen: Hierbei aber eher Kraulen oder Rückenschwimmen, Brustschwimmen wird nicht angeraten
  • Rückengymnastik um Rücken- und Bauchmuskulatur zu aktivieren und zu stärken
  • Wichtig wäre auch Bewegung in den Alltag einzubauen z. B. statt Liftfahren – Stiegen steigen, statt mit dem Auto zur Arbeit fahren, wenn möglich mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.

Rückenfreundlicher Arbeitsplatz

  • Sesselposition zu Computer und Schreibtisch optimieren
  • Regelmäßige Körperhaltung wechseln
  • In den Pausen Dehnübungen durchführen
  • Zwischendurch aufstehen und Sitzposition wechseln
  • Wenn möglich, temporär auf einen Gymnastikball sitzen (Achtung auf optimale Höhe)

Wann ist eine Behandlung notwendig?

Bei anhaltenden Schmerzen sollte ein Arzt/eine Ärztin unbedingt aufgesucht werden, um die Ursache und ein gezieltes Therapiekonzept zu erarbeiten.

Die Behandlung erfolgt primär konservativ mit muskelentspannenden und schmerzlindernden Medikamenten (Infusion etc.). Nach der Akutphase beginnt die Physiotherapie.

Sollten Lähmungen an Armen oder Beinen bestehen, besteht die Indikation zu einer Operation. Hierfür stehen bereits sehr schonende offene Verfahren zur Verfügung.

In einem persönlichen Gespräch mit anschließend neurologischer Untersuchung und bildgebender Diagnostik wird individuell für Sie die beste Therapieoption erarbeitet.

Kontakt und weitere Information

Dr. Iris Ogris-Osiander
Fachärztin für Neurochirurgie
Wirbelsäulenzentrum Privatklinik Maria Hilf

Kompetenzzentrum Wirbelsäule

Das Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Wirbelsäule setzt auf ein umfassendes Konzept, das alle Behandlungsschritte abdeckt – vom Erstgespräch über die konservative Therapie bis hin zur Operation und der individuellen Nachsorge alles aus einer Hand. Im Gespräch mit Dr. Jens-Peter Vogelsang, Prim.Priv.-Doz. Dr. Holger Stadthalter und Dr. Jörn Krämer zeigt sich jedoch ein weiterer Fokus: Präzision und innovative Ansätze prägen jede Phase der Behandlung.

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