Gesunde Gefäße:
Ein Blick nach innen

Im Inneren unseres Körpers befindet sich ein ca. 150.000 Kilometer langes zusammenhängendes Netz aus Hohlorganen: den Blutgefäßen. Sie transportieren das Blut und versorgen den gesamten Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen.

Teil des Körperkreislaufs sind die Arterien, die die Aufgabe haben, sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den restlichen Körper zu führen: zu Organen, Muskeln und Geweben. Im Idealfall passiert das unbemerkt und komplikationslos. Doch was, wenn dieser Transport gestört ist? Welche Erkrankungen gibt es und wie können sie verhindert werden?

Arteriosklerose

Die Erkrankung der Arterie wird auch als Arterienverkalkung bezeichnet und gilt als Verursacher von Herzinfarkt, Schlaganfall und vielen weiteren schweren Herz-Kreislauf Erkrankungen, die in Österreich – wie auch weltweit – die häufigste Todesursache darstellen. Denn wenn es an den Gefäßinnenwänden einer Arterie zu Einlagerungen von Cholesterin, Fettsäuren und Kalziumphosphat kommt, kann dies zu einer zunehmenden Einengung der Arterie führen. Die Blutkörperchen kommen nicht mehr ungehindert voran. Die Versorgung von Herz, Gehirn, Darm, Niere oder Muskulatur der Extremitäten wird beeinträchtigt.

Blutgerinnsel

Bleiben immer mehr Blutplättchen hängen, bilden sich größere Ablagerungen – sogenannte Plaques. Diese können den Blutfluss derart massiv behindern, dass es zu verhärteten Blutgefäßen oder – im schlimmsten Fall – zur Bildung eines Blutgerinnsels kommen kann (Abb. 1). Das Blutgerinnsel hält den Blutstrom komplett auf und kann schlussendlich zu einem folgenschweren Gefäßverschluss führen. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, kann die Folge ein Herzinfarkt sein. Sind es die Hirngefäße, kann es dadurch zu einem Schlaganfall kommen. Aber auch die Beine können davon betroffen sein. Zudem kann sich das Gerinnsel auch lösen, vom Blut weitergeschwemmt werden und an anderer Stelle eine komplette Verstopfung des Gefäßes auslösen.

„Regelmäßige Bewegung
und eine vernünftige Ernährung
sind die besten Medikamente für die Gefäße.“
Prim. Dr. Heinz Krappinger

Warnsignale und Vorsorge

Arteriosklerose kann schleichend – also unbemerkt ganz ohne Beschwerden – schon in jungen Jahren entstehen. Erste Warnsignale zeigen sich auf unterschiedliche Weise: Beispielsweise können Sehstörungen oder die Schwäche eines Armes oder Beines ein Anzeichen für die Durchblutungsstörung eines hirnversorgenden Gefäßes sein. Sind hingegen die Herzkranzgefäße betroffen, können bei körperlichen Belastungen wie Stiegensteigen, beim Tragen von schweren Lasten oder beim Bergaufgehen Brustschmerzen auftreten.

Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, ist ein regelmäßiger Gefäß-Check ab 35 Jahren zu empfehlen. Bei familiärer Belastung ist es sogar sinnvoll, fünf bis zehn Jahre früher mit Vorsorgeuntersuchungen zu beginnen.

Wichtig ist vor allem, Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht zu vermeiden und auf cholesterinhaltige Lebensmittel wie tierische Fette zu verzichten. Auch regelmäßige Bewegung wirkt sich günstig auf die Elastizität der Gefäße aus. Deshalb gilt: Wer körperlich aktiv ist, reduziert Herz-Kreislauf-Risiken ganz klar. Empfohlen werden vor allem Ausdauersportarten: zügiges Gehen, Radfahren, Joggen oder Nordic Walking.

Kontakt und weitere Informationen

Prim. Dr. Heinz Krappinger
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Privatklinik Maria Hilf
T: +43 (0) 463 5885-0
E: heinz.krappinger@humanomed.at

 

Brustkrebs Vorsorge

Jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Somit ist Brustkrebs nach wie vor mit Abstand die häufigste bösartige Erkrankung der Frau.

Mehr

Welt-COPD-Tag

Immer mehr Menschen leiden unter dieser chronischen Lungenerkrankung, die mittlerweile als weltweit dritthäufigste Todesursache gilt.

Mehr

Fettleber

Die Fettleber ist heute die häufigste Erkrankung der Leber und betrifft 14 bis 30 % der Allgemeinbevölkerung, bei Risikogruppen wie Übergewicht, Diabetes sogar 70 bis 90 %

Mehr

Fußchirurgie einst und jetzt

Die Therapie des schmerzhaften menschlichen Fußes hat sich in den letzten 15 Jahren enorm entwickelt. Heute können viel rascher gute Ergebnisse erreicht und einst unbehandelbar erscheinende Probleme gelöst werden.

Mehr